Brustverkleinerung (Mamma-Reduktionsplastik)
Zu große Brüste können oftmals Beschwerden verursachen, optisch unatraktiv wirken oder die Betroffenen auch im alltäglichen Leben einschränken.
In diesen Fällen wird eine Brustreduktion vorgenommen. Ab einer bestimmten Menge (pro Seite etwa 400-500g) zu entfernendes Haut-, Fett- und Drüsengewebe werden die Kosten für den Eingriff aufgrund gesundheitlicher Gefährdung auch von den Krankenkassen übernommen.
operatives Verfahren
Die Brustverkleinerung ist ein größerer operativer Eingriff, bei dem die Operation selbst circa 2,5-3 Stunden dauern kann und meist stationär (mit Übernachtung im Krankenhaus) durchgeführt wird. Bei der Erschlaffung der Brust verlagert sich durch das Gewicht der großen Brust die Drüse nach unten (Bauchnabelwärts) und die Haut 'leihert aus'.
Bei einer Brustverkleinerung wird daher sowohl Haut als auch Drüsenkörper und Fettgewebe reduziert und neu geformt. Die Brustwarzen werden in die gewünschte Höhe verlagert und eingenäht.
operative Methoden - Lejour Technik
Meisten wird bei uns die Lejour-Technik verwendet. Bei dieser narbensparenden Methode verläuft der Schnitt rund um die Brustwarze und zieht sich dann als senkrechte Naht nach unten. Die Narben liegen somit rings um den Warzenhof und enden in einer senkrechten Linie an der Brustumschlagfalte. Idealerweise eignet sich dieses Vorgehen für Verkleinerungen bis zu 600 g.
Frau Dr. Frucht wendet diese Technik fast ausschließlich an, da sie in der Regel zu einer schnellen Erholung führt und unschöne Narben in der Unterbrustfalte vermeidet. Die Empfindungsfähigkeit bleibt normalerweise erhalten.
operative Methoden - T-Technik/ L-Technik
Der Schnitt verläuft hier zunächst ebenfalls rund um die Brustwarze und führt dann senkrecht nach unten. In umgekehrter T- oder L-Form endet er in der Brustumschlagsfalte. Diese Technik ist auch für deutliche Verkleinerungen geeignet.
postoperative Nachsorge
Nach der Operation werden Drainageschläuche (zum Abfluss von Blut und Sekret) gelegt, die aber in der Regel nach zwei Tagen wieder entfernt werden. Im Nachgang wird ein komprimierender Verband sowie ein spezieller Sport-BH angelegt. Der BH ist dabei für etwa sechs Wochen während des Tages und der Nacht zu tragen. In dieser Zeit sollte der Schwerpunkt auf Ruhe- und Erholungsphasen gelegt werden.
Das Anheben der Oberarme sollte am Anfang vermieden werden, um die Narbenheilung nicht zu beeinflussen. Auch Sport sollte in den ersten sechs Wochen der Regenerationsphase vermieden werden. Zusätzlich wird empfohlen in den ersten fünf Wochen nicht auf dem Bauch zu schlafen. Umso mehr lässt sich nach diesen ersten 'Einschränkungen' ein schönes Ergebnis genießen.